Hitzkopf

HotHead-DE-MEDHitzkopf (Hot Head) by Damon Suede (EN 2011|DE 2012)
Griffin ist ein feuchter Traum im Schottenrock, der sich seiner Ausstrahlung überhaupt nicht bewusst ist. Das er mit über 30, als harter Feuerwehrmann, solche Probleme hat, sich die lästigen, ungewollten Frauen vom Leib zu halten und seine tiefen Gefühle für einen anderen Mann zu äußern ist bedauerlich, aber wahrscheinlich ist die Angst, seinen besten Freund zu verlieren, der „eindeutig hetero“ ist, einfach zu groß – DAS ist wieder verständlich. Das der „eindeutig hetero“ Freund (Dante) zu ungewöhnlichen Mitteln greift um nicht nur sein finanzielles Problem zu lösen, sondern sich auch das von Griff zu holen, was er wirklich möchte ist clever und erzielt das gewünschte Ergebnis.
Griff hat es nach den tragischen Ereignissen um den 9/11 einfach nicht geschafft, sein Leben in bessere Bahnen zu lenken. Im Beruf ist er top, aber privat lebt er immer noch in seinem Jugendzimmer im Keller vom Haus seines Vaters. Die Feuerwache ist sein Rückzugsort, nur dort fühlt er sich OK. Eigentlich zieht sein Leben an ihm vorbei, bis gewisse Aktivitäten von Dante ihn heraus reißen und es für ihn endlich ein HEA gibt. Danke Dante!

Die Geschichte wird aus der Sicht von Griff erzählt, aber nicht als Ich-Erzähler. Ich fand diese Art der Erzählung sehr ansprechend, da ich ja Ich-Versionen so gar nicht mag. Eine tolle Alternative, da keine seitenweise Gedanken aufgeschrieben sind, was bei Ich-Versionen oft der Fall ist. Überhaupt hat mir die männliche Sprache sehr gut gefallen. Der Schreibstil war am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig (schrieb ja ausnahmsweise mal ein Mann *g*), aber je weiter ich kam, um so besser gefiel mir die Direktheit, die kurzen, prägnanten Sätze und die Sachen (!) die in den von Frauen geschriebenen M/M Büchern nicht vorkommen.
Die Szenen mit der Fotografin waren genial. Würde auch gerne die Porzellanhaut von Griff betrachten (ok, betatschen), wo ich doch eigentlich eher auf dunkle Typen stehe. Aber so wie Griff beschrieben wird – ein Traum (habe ich eigentlich den Schottenrock schon erwähnt!).
Sehr nett fand ich auch, wie die Jungs Tommy unter ihre Fittiche genommen haben und ihm gezeigt haben, dass es Orte gibt, wo Homosexuelle Männer so sein können, wie sie sind und die Männer dort wissen, dass es in der freien Wildbahn oft nicht einfach ist schwul zu sein (was einfach unakzeptabel ist – Liebe sollte keinerlei Wertung unterliegen!)

Wer einen netten Guy-Liebesroman erwartet, wird hier etwas geschockt sein, in diesem Buch gehen richtige (!) Männer so richtig zur Sache. Heftige Liebesszenen, wo richtig angepackt wird, aber dazwischen doch die ein oder andere zärtliche Regung. Einfach schön!

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