senses8 (2015 -)

sense8Bin zu einem willigen Opfer von Netflix und Bing-watching mutiert…wir haben gestern den Sonntag, Sonntag sein lassen, alle Freizeitaktivitäten als unnötig abgetan und nach langer Suche und erfolgloser Einstimmigkeit uns Schlussendlich doch darauf geeinigt, die erste Folge der neuen Serie sense8 zu versuchen.
Ein großer Fehler *ggg* um 3.00 h früh und 12 Folgen später waren wir zwar müde aber euphorisch (!). Wir haben gestaunt, gelacht, geklatscht, sind schockiert und ganz emonzioniert (!), ein paar Sachen hätten wir nicht sehen müssen (wenn ihr es seht, wisst ihr was ich meine), von ein paar anderen Sachen hätten wir ICH gerne mehr gesehen (ich sag da nur Miguel Silvestri). Verstehen tu ich immer noch nicht alles, aber die Hauptcharakteren sind durchgehend liebenswert. Am Anfang ist es etwas langatmig, aber ich habe mir sagen lassen, dass man bei neuen Serien (speziell die mit einem strikten Handlungsbogen) keine Pilotfilme mehr macht, sondern alles darauf hinausläuft, alle Folgen nacheinander anzusehen. Bei uns hat das System jedenfalls gewirkt, ich wollte wirklich aufhören, wirklich, aber ich konnte nicht, ich musste wissen wie es weitergeht. Das ich jetzt wahrscheinlich ewig auf die 2. Staffel warten muss ist mir schon klar, aber das Staffelfinale war dann doch so, dass ich damit eigentlich gut leben kann.
Es geht um 8 Erweckte, Charaktere die mental in einem Cluster verbunden sind. Sie sind global über die Welt verteil, Amerika, Mexiko, Deutschland, Indien, Großbritannien bzw. Island und Afrika. Alle spüren alle, fühlen alles, können untereinander Kontakt aufnehmen, sich sehen und sogar in den jeweils anderen hineinschlüpfen. Wie das die Wachowski-Geschwister umgesetzt haben ist genial, einmal waren die Typen da, dann waren sie wieder dort, weinte einer, war der andere traurig, die Orgie war cool, besonders, da eigentlich alle gar nicht anwesend waren: „Hi, kennen wir uns schon?“ „Ja, wir hatten schon Sex zusammen, das war heiß!“. Die Erweckten können sich nicht nur sehen und besuchen, sie haben im Laufe der Serie gelernt sich gegenseitig zu helfen, als z.B. Capheuse in Nairobi von einer Gang zusammengeschlagen wird, kommt ihm Sun, die Koreanische-Kickboxmeisterin zur Hilfe. Im Gegenzug ist er der Optimist und Lebenskünstler des Clusters. Braucht es Coolness übernimmt das der deutsche Wolfgang, Will ist Polizist in Chicago und Stratege des Teams (ich glaube, so kann man sie am Ende schon nennen), muss ein bisschen geflunkert werden ist Lito, der Schauspieler aus Mexiko der Beste. Technisch kann niemand Nomi das Wasser reichen, sie hackt sich in jedes System. Tina, die Inderin ist sehr schön, aber auch etwas bleich in ihrer bunten Bollywood-Welt, sie hat bisher noch keine allzu große Rolle gespielt, bis auf das sie Wolfi den Kopf verdreht und als Chemikerin weiß, wie man Bomben bastelt (für was waren eigentlich die ganzen Gewürze – eine echt pfeffrige Bombe, MacGyver lässt grüßen) – gut ich nehme das nicht allzu groß zurück, hat sie doch Wolfgang mit der Gewürz-Bombe das Leben gerettet. Riley scheint für das Cluster wichtig zu sein, warum genau erschließt sich mir noch nicht ganz. Erwähnenswert ist sich noch die Freundin von Nomi, Amanita – die ist eine ganz Coole und Litos Freund Eduardo (Alfonso Herrera – AY DIOS MIO!!!)
Natürlich muss es auch einen Bösewicht geben, Mr. Whisphers ist zwar auch ein (älterer) Erweckter, verfolgt aber mit seiner Organisation seine eigenen, finsteren Ziele (natürlich die Weltherrschaft – glaube ich *g*). Erwähnenswert ist noch Angel, sie erweckt mit ihrem Tod das neue Cluster und Jonas, ein weiterer Erweckter, der zwar scheinbar unserem Cluster hilft, bei dem ich aber nicht sicher bin, ob er jetzt wirklich gut oder doch böse ist, bzw. von Mr. Whisphers geleitet wird, denn die Erweckten haben ein großes Problem, sieht man Mr. Whishpers in die Augen, kann dieser daraufhin alles sehen und fühlen was der jeweilige Erweckte tut, er kann ihn sogar übernehmen, was sonst nur die eigenen Clustermitglieder können. Im Staffelfinale treffen sich Will und Riley erstmals physisch und Will kann dank seiner tiefen Gefühle für Riley, sie und das ganze Cluster, trotz eines schwerwiegenden Fehlers (Schau mir in die Augen Kleiner) vorerst vor dem Bösewicht retten.
Von Max Riemelt hab ich so einiges gesehen, was mir gefallen hat, von Miguel und Eduardo hätte ich gerne noch mehr gesehen, Brian J. Smith ist ein ganz Hübscher und Aml Ameen trifft all die richtigen Entscheidungen. Auch die Damen konnten überzeugen, Tuppence Middleton ist wirklich sympathisch, Bae Doona kann kräftig zuschlagen, Tena Desae ist sehr schön und Jamie extrem klug.
Super finde ich außerdem das Intro – so viele Orte und soooo viele Menschen! (Vielleicht sollte ich mal wieder in die Welt hinaus … böses Bing-watching!)

Fazit: Sehenswert: große Begeisterung für diese neue, spannende Sci-Fi Serie, mit liebenswerten Darstellern in schöner Interaktion, ein Blick in die große weite Welt mit der Hoffnung, dass alles Gut wird (nicht so wie in GoT *g*! und auch weniger Tote)

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